So, nachdem ich mich gute eineinhalb Tage vom freitäglichen Bücher-Schock (→ Bibliophiles Orchideenmedium?) erholen musste, nun eine kleine Rückmeldung zum Thema Frankfurter Buchmesse. Und was soll ich sagen: So viele Menschen, so viele Bücher… Puh. Da tut’s doch wieder gut, in der heimischen Dünenlandschaft zurück zu sein. Und da lässt es sich doch viel lockerer über eine kleine Begebenheit plaudern, bei der der nach wie vor geschäftsführend agierende hessische Landesvater eine nicht unwesentliche Rolle spielte. Es begab sich, dass der Dünenwanderer eigens seine Kamera auf jener weltgrößten Buchausstellung mit sich schleppte – bloß um das ein oder andere prominente Gesicht auf der Speicherkarte zu bannen. Und was soll ich sagen, was ein Paulo Coelho, ein Martin Suter, ein Jakob Hein, ein Cem Özdemir, ein Harald Martenstein, eine Christiane Hörbiger, ein Rafik Schami oder ein Uwe Tellkamp nicht vermochten – Roland „Rolli“ Koch schaffte es.¹ Der Dünenwanderer riss die Kamera nach oben und hielt ein Weltereignis fest: Hessens politische Vergangenheit trifft das Buch der Zukunft. Oder so.
Da ja angeblich das sogenannte E-Book der Star der 2008er-Messe war, in allen Gazetten des Landes mehr Raum bekam als ihm zusteht, konnte natürlich auch der Noch-Ministerpräsident nicht die Finger von den tollen, neuen Lesegeräten (welch ein Wort…) lassen. Am Stand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels tauchte er plötzlich auf, Frau, persönlicher Fotograf und drei quadratschädelige Personenschützer im Schlepptau. Was einen aufgeregten Börsenvereins-Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis dazu brachte, allen Interessierten, die gerade am Stand die verschiedenen E-Book-Modelle begutachteten, die Teile aus der Hand zu reißen und sie dem Ober-Hessen zu Füßen bzw. in die Hände zu legen. Was der schließlich davon hielt: Guckt Euch seinen Gesichtausdruck an… Ich glaube ja, er wusste noch mal, was das überhaupt ist, was er da in den Fingern hält. Hätte noch gefehlt, dass er sich den Sony Reader (oder eher den Readius) ans Ohr hält, um daheim mal anzurufen.
So, lassen wir es mal bei dieser einen, kleinen Episode eines langen Buch-Tages. Der Rest lässt sich so zusammenfassen: Viele Bücher, viele Menschen, einiges an Prominenz, wenig Rezensionsmaterial, aber hoffentlich demnächst das ein oder andere E-Book-Testgerät. Damit ich diese Dinger hier fundiert niedermachen und Roland Kochs Gesichtsausdruck kopieren kann.
¹ Bitte keine Debatte darüber, wer „prominent“ ist oder nicht. Immerhin haben alle einen Wikipedia-Eintrag…


Das ist ein schönes Bild…
Eigentlich heißt die Sprechblase dazu:
Wo ist der Typ, der mir das Internet bedient?
Prominent=wiki?
Nun, beginnen wir doch einmal:
Der Dünenwanderer (eigentlich hm hm hm) ist ein deutscher Journalist, geboren und noch nicht gestorben…
Jo und die Reader basteln wir selbst!
Es wird nicht lange dauern, bis der Reader auch Telefonfunktion hat. Freu Dich nicht zu früh.