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Also, ich kann mir nicht helfen, aber „Deutsches Literaturfernsehen“ klingt ein bissel gruselig… Und ist es auch. Ob dem großen Goethe das gefallen hätte? Ich habe da so meine Zweifel. Aber der Dünenwanderer besitzt ja schließlich auch kein „Schriftsteller-Diplom“… ;-) Wer sich selbst ein Bild davon machen will, der klickt einfach hier (wenn schon der Screenshot unten nicht so richtig funktioniert). Aber sagt hinterher nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

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MenschFastfood muss nicht per se schlecht sein. Es ist, wie bei vielen anderen Dingen auch, eine Frage der Qualität. Und so gibt es auch in Sachen Lese-Fastfood mehr oder weniger hochwertiges Futter. Jan Weilers „Mein Leben als Mensch“ dürfte jedenfalls zur eindeutig exquisiteren Sorte gehören. Aber: Die Kolumnen-Sammlung aus dem „Stern“ ist und bleibt eben für den Leser zwischen zwei bunte Hardcover-Brötchenhälften gepresstes, schnell zu konsumierendes Futter. Ungesund ist dieser Weiler-Burger dennoch keinesfalls. Im Gegenteil.

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Ich freu mich schon. „Und, was hast Du abgegriffen?“, wird sie fragen. Fröhlich, gut gelaunt, mit diesem Siegerglitzern in den Augen. „Abgegriffen“, das wird sie wirklich so formulieren, meine junge Kollegin, da bin ich mir ganz sicher. Kaum, dass ich mich auf meinen Bürostuhl gesetzt habe. Gut, sie wird diese Frage am Telefon stellen, weshalb ich ihr Siegerglitzern nicht ganz so deutlich sehen kann – ich kann es aber hören. Und ich? Mich gefühlt in einer Zeitschleife befindend, werde ich erneut kleinlaut mitteilen, nichts „abgegriffen“ zu haben. Zumindest nicht in ihrem Sinne. So wie im letzten Jahr. Auch da besuchte meine Kollegin die Frankfurter Buchmesse. Auch da griff sie – bestimmt, hartnäckig, mit diesem besagten Glitzern – so einiges an Büchern ab, bearbeitete die netten PR-Damen an den Verlagsständen so lange, bis diese resignierten und ein Rezensionsexemplar rausrückten – denn in den Augen der Kollegin glitzert es nicht nur, es geht bei der Buchmesse schließlich einzig darum, mit möglichst prallen Taschen nach Hause zurückzukehren.

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SchirachSeit Liebling Kreuzberg, Matlock, Ally McBeal, Edel & Starck, Boston Legal und wie sie sonst noch hießen und heißen, diese Anwaltsserien, die seit Jahrzehnten in unterschiedlicher Besetzung über die heimischen Mattscheiben flimmern, ist das eigentlich nichts neues: Jeder glaubt zu wissen, dass Anwälte einerseits gewiefte Ermittler sein können, andererseits aber auch mindestens ebenso gewiefte Rhetoriker sind. Sie sind firm in Sachen Sprache, wenn auch häufig in einer überaus juristischen. Bereits einen Schritt weiter ist diebezüglich ein gewisser Herr Ferdinand von Schirach: Der bekannte Strafverteidiger, einem Mann, dem „große“ Fälle auferlegt werden, übt sich neben der Gerichts-Rhetorik nun in Krimi-Poetik. Und enterte mit seinem Debüt „Verbechen“, einer Sammlung – so macht es einem der Klappentext Glauben – „unglaublicher Geschichten“ aus dem „wahren Leben“ in den vergangenen Wochen die Bestsellerlisten. Annähernd alle Feuilletons der Republik gaben und geben dem Bücherfreund das Gefühl, an diesem Buch auf keinen Fall vorbeikommen.

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Muss ich die kennen?

„Muss ich die kennen?“ Diese Frage dürfte hierzulande eine der meistgestellten Fragen – quasi eine „trending question“ – der letzten Tage gewesen sein. Neben der, ob die Farbe Rot in der Flagge Jamaikas vorkommt, wo es den Schal von Jogi Löw zu kaufen gibt oder wie Heidi Klum in Zukunft heißen wird. „Trending answer“ ist übrigens „Nein!“. Also nicht auf die Frage von Heidi Klums künftigem Nachnamen, sondern auf die eingangs erwähnte nach dem Bekanntheitsgrad einer Herta Müller und – seit gestern – einer Kathrin Schmidt. Mit „dt“ übrigens. Und „h“. So wie Herta eben ohne „h“.

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Kluftinger, bist Du das??

Kluftinger

Das mit Herta Müller und ihrem Nobelpreis ist jetzt irgendwie blöd. Also nicht für uns, die wir ja jetzt alle ein bisschen Nobelpreis sind, nicht für die Dünen, den Dünenwanderer, die Schwedische Akademie, den Buchhandel, die Medien (die ja bekanntermaßen an allem schuld sind) oder für sonstwen.

Aber schon ein bisschen für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Denn kriegt Herta Müller für ihre „Atemschaukel“ nächste Woche nicht den Deutschen Buchpreis 2009, für ihre auf dessen Shortlist sie ja steht, steht die Jury irgendwie doof da. Kriegt sie ihn doch, … auch. Nachmacher, könnte man meinen. Obwohl: Herta Müller war ja vor Wochen nicht nur hier als Favoritin gehandelt…

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